Mittwoch, 29. Oktober 2008

Mädien

Großvati, Großvati, heute hat’s geschneit. Nur leider bleibt der Schnee nicht liegen.

Nach langer Zeit folgt hier wieder einmal en Eintrag. Heute kommt eine kleine Medien Schau.
Der Sieg der Schweizer Skifahrer am österreichischen Nationalfeiertag wurde medial ausgeschlachtet. Aber wie meine Mitbewohnerin gesagt hat: Die Schweizer haben eben das Plus und die Österreicher das minus. (Sickerwitz)

Einen schönen Zeitungsbericht hab ich am Montag noch gefunden: Die Sozialdemokratische Partei hat den Vize gewählt. Zur Wahl stand ein junger Mann, der nicht in allen Lagern Unterstützung hatte. Ein Kommentar eines Delegierten: „Die Menopausenfraktion sperrt sich gegen alle jungen, aufstrebenden Männer in der SP.“ Nix mit Gender oder political correctness.

Ach ja, die erste echte Fahrt der U-Bahn in Lausanne am Montag hat zu einem Chaos geführt. Weil die U-Bahn nicht exakt in der Station stehen blieb (2 cm weiterfuhr), haben Gäste die Notbremse gezogen, daraufhin ging 50 Minuten nichts mehr. In beiden Richtungen.

Dienstag, 21. Oktober 2008

Der Süden

Es ist viel passiert in der letzten Zeit. Am Samstag war ein bisschen Party bei uns und am Sonntag bin ich dann mit leicht flauem Magen (weniger des Alkohols als der Tatarbrötchen wegen) nach Lugano und Bellinzona gefahren. Beides liegt im Tessin, im italienischen Süden der Schweiz.

Die Zugfahrt dorthin war sehr lässig, einmal von Nord nach Süd durch die Alpen. Hinzu kommt, dass die Schweizer Bahnen ein echter Servicebetrieb sind: es gibt keine Verspätung, es gibt genügend Platz und nach 17.00 in viele Zügen Bier vom Fass. Sehr amüsiert hat mich der Schaffner, der in 3 Sprachen die Zugansage durchführte. Das sollte einmal ein ÖBB-Schaffner machen ;-)

Lugano ist eine sehr italienische Stadt, es sieht ganz anders aus als Bern oder Züri, es lieg sehr malerisch am See und die Berge fallen sehr Steil zu diesem ab. Vom Bahnhof zum See bzw. zur Innenstadt kommt man mit einer Standseilbahn. Ich habe leider den Fehler gemacht in Lugano mit einem Locarno Stadtplan herumzulaufen, weshalb ich sehr viele Sehenswürdigkeiten nicht fand. Aber mir ist es nach 30 Minuten dann doch aufgefallen. Und so sieht’s dort aus:





Nachher bin ich noch für eine Stunde nach Bellinzona gefahren. Die Stadt ist für mich ein echter Geheimtipp. Nette kleine italienische Innenstadt mit großer Kirche und einer wahnsinnig dominanten Festungsanlage, die aus drei Burgen besteht. Auf einer war ich oben:





Ich hoffe für alle, dass die Finanzkrise in Österreich nicht so stark thematisiert wird wie hier. Fast jeder hat sich schon dazu geäußert. Außer Roger Federe, zumindest glaub ich das.

Achja in Stefa, dem Ort wo das Zimmermannsfest war, sind am Ufer des Züri-Sees menschliche Knochen gefunden worden. Dort war früher der Sitz des Sterbehilfeunternehmens Dignitas. Sehr interessant.

So das war’s mal.

Donnerstag, 16. Oktober 2008

Finanzkrise

Ja ja die Finanzkrise. Oder ist es doch keine? Ich kenn mich zwar nicht (mehr) aus, aber wenn ich länger hier bleibe, dann werde ich in Österreich Finanzredakteur. Fünf Minuten Radionachrichten - Fünf Minuten Finanznachrichten. Und das ist seit Tagen so. Nur am Wochenende ist es ruhig. Aber die Schweizer gehen damit immerhin ganz cool um:

Ja ansonsten passiert immer viel. Ab und zu das eine oder andere Bier und sonst sehe ich der österreichischen Fußballnationalmannschaft beim verlieren zu.

Ach ja, falls ihr zu Hause glaubt, dass Markus Rogan lässtig oft in Werbungen bzw. Artikeln auftaucht, dann täuscht ihr auch. Roger Federer empfiehlt eine Bank, heiratet oder doch nicht, zieht um, spielt wieder nach längerer Zeit, gewinnt, trägt gerne Rolex…

Und da war am Wochenende noch was über das international berichtet wurde. Auch hier natürlich. Bin schon gespannt, ob es Samstag gleich eine Seeligsprechung für den neuen Landespatron gibt.
Aber was mich sehr verwundert hat: in jeder Zeitung stand heute, dass die Spanische Hofreitschule erstmals Frauen aufnimmt. Und dann sagt noch mal wer was über Medienfaktoren…

Donnerstag, 9. Oktober 2008

Staatskunde light

Gestern war der lang ersehnte Staatskundevortrag über das politische System der Schweiz. Dankenswerterweise hat mir Steffi einen Stift geliehen und so konnte ich ein paar Infos auf alten Rechnungen für das bloegli festhalten:

• Der Bund ist für ned so vü zuständig (außer es ist eindeutig in der Verfassung festgelegt)
• Im Kanton Appenzell-Innerrhoden wird noch immer auf Plätzen mit Handzeichen abgestimmt (nix mit geheimer Wahl)
• Die Schweizer stimmen 4 mal im Jahr über je 2-9 Dinge ab
• Abgestimmt wird zum Beispiel über: Außenpolitik, Armeefragen, Tempolimits auf Autobahnen oder auch die Aufhebung der Pflicht zur Übernahme von inländischen Brandwein

So sehen Referendumsbäume aus, die über die aktuellen Abstimmungen informieren


Das anschließende Erasmusfest war ok. Nichts besonderes aber ganz lustig. Bis auf eins: es hatt aus Schusterbuben geregnet und wir haben die letzte Bim verpasst. Dann durften wir (kein Auto hat uns mitgenommen) 75 Minuten nach Hause gehen (laufen für die Deutschen).

So und so sehen Erasmusstudenten aus, die im doppelten Sinn angepisst nach Hause gehen:

Morgen kommt Kofi Annan zur uns auf die Uni. Bis dann

Mittwoch, 8. Oktober 2008

Luzern

Das Schöne an einem Schweizer Erasmus ja das: wenn es einen nicht freut am Zürisee zu chillen, dann setzt man sich in den Zug und chillt einfach in Luzern am Vierwaldstättersee. ;-)


Luzern ist auch eine sehr süße Stadt. Viel Wasser, pittoreske Häuser und noch eine original Burgmauer.



Klein ist es halt. Das merkt man schon an den Straßennamen: dort gibt’s nur eine Mariahilfergasse.
Und es gibt natürlich den Vierwaldstättersee. Von Luzern aus kann man dann auf diesem aufs Rütli (Rütliwiese) fahren wo sich die drei Urkantone den Rütlischwur geschworen haben. Viel Schwur und Rütli in dem Satz. Aber egal. Ich hab ja nicht viel Zeit, weil ich mihc fürs Fortgehen fertig machen muss.

Bis morgen

Ach ja: nach einem Monat hat es auch die NY-Times geschafft, den vor einem Monat verstorbenen Schweizer Jodel Star Ruedi Rymann zu huldigen: www.nytimes.com/2008/10/07/arts/music/07rymann.html?partner=rssnyt&emc=rss(sehr lesenswert)

Dienstag, 7. Oktober 2008

Chilliges Hallo

Heut war einer der schönsten Tage in Zürich (vom Wetter her). Ein bisschen Uni, sehr interessante Lehrveranstaltungen und dann am See in der Sonne sitzen und lesen.
Mehr gibt’s da einfach nicht zu sagen. Nur noch ein Foto zu zeigen:



Jetzt geht’s dann noch ein Bierli und morgen endlich wieder Erasmusfest (diesmal mach ich Fotos). Achja und Staatskundevortrag ist auch noch. Der ist aber eh vorher.

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Das IPMZ und die UZH

Zuerst muss ich mich entschuldigen: Da der Staatskundevortrag erst nächste Woche ist, folgt der Referendumsbeitrag erst zu einem späteren Zeitpunkt.

Heute gibt’s mal was von der U N I. Ja das gibt’s auch auf Erasmus. Zwar nicht oft, aber doch.
So sieht des IPMZ (Institut für Publizistik und Medienforschung Zürich) aus:


Um einen Einblick ins Innenleben zu bekommen hab ich mir gedacht, ich stelle einige Zitate aus den Lehrveranstaltungen zur Verfügung: „Mit so vielen Leuten ist die Vorlesung schon ein Problem (120 Leute im Saal!).“ Frage im Seminar. Schweizer Student zu mir: „Seid ihr im Seminar in Wien auch so viel (20)? Oder e weniger…“

Ich glaube, dass zeigt einen leichten Kontrast zur guten alten Alma Mater Rudolfina Vindobonensis (laut wikipedia übrigens die größte Uni im deutschen Sprachraum).

So siht übrigens der Unicampus Irchel aus. Sehr nett wenn’s schön ist.


Noch kurz zum Unterricht: Pausen gibt’s doch nicht immer, wenn es sie aber gibt, dann sind sie 10-15 Minuten. Die Massenvorlesungen besuchen ca. 100 Leute in den großen Hörsälen (ca. 120 Leute passen rein). Im Seminar kann/muss/darf man diskutieren, weil so wenig Leute teilnehmen und man kann im Seminar überziehen, weil der nachfolgende Kurs erst zwei Stunden später beginnt.
Dafür geht es klischeehaft sehr viel um Wirtschaft. Kurse wie „PR und Wirtschaft“, „Die Ethik der Wirtschafts-PR“, „Wirtschaftskommunikation im Wandel“… zeugen davon. Sogar in Umwelt- und Wissenschaftskommunikation geht’s um die Frage „Wie dreh ich das der Wirtschaft an?“.
Dafür läutet manchmal ein Schulglöckli

So weit so gut. Bis bald euer Chlaus

P.S.: gestern gabs gratis Oper im Bahnhof. Da folgen bald Bilder.